Perspektiven - Sonderausgabe 2012
| 23. Dezember 2011 |
Die neue Norm ist anormal Seit 2008 hat unsere Welt sich stark verändert. Die Finanzkrise, die von der Immobilienblase (insbesondere in den USA) und den hauptsächlich von den grossen Geschäftsbanken gekauften toxischen Anlagen ausging, hat sich zu einer weltweiten, aber vor allem auf Europa konzentrierten Vertrauenskrise entwickelt. Zuerst ging das Vertrauen in die Banken verloren und dann in die Politiker der Euro-Zone, die bisher keine soliden und glaubwürdigen Lösungen für das unhaltbare Schuldenniveau mehrerer Mitgliedstaaten anbieten konnten. |
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Die Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Situation Griechenlands wird niemand so schnell vergessen, ebenso wenig die schnelle Ausbreitung der Krise auf andere europäische Peripherieländer. Die Finanzmärkte haben das Vertrauen in immer mehr Länder verloren, darunter auch Länder, die zu den sichersten der Welt gehören. So droht Frankreich bei Niederschrift dieser Zeilen der Verlust seines Ratings AAA, und Deutschland hat – praktisch zum ersten Mal in seiner neueren Geschichte und bisher undenkbar – Schwierigkeiten bei der Emission von 10-jährigen Staatsanleihen. |
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